1. Hypnose-Therapie Geschichte
2. Ablauf
3. Ziel
4. Strategie
5. Ergebnis
6. Fragen die häufig gestellt werden
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1. Hypnose - Therapie Geschichte
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Der Begriff "HYPNOSE" stammt aus dem Griechischen und bedeutet vereinfacht gesagt "Schlaf".
Hypnose- eine Geschichte so alt wie die Welt.
Seit
Menschengedenken wird Hypnose in ganzheitlichen Konzepten in allen
Kulturen zu Heilzwecken für Körper und Seele eingesetzt.
Hypnose-Therapie verbindet dieses alte Wissen mit neuesten Konzepten
aus den Bereichen der Psychologie und der Medizin.
In
den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft das Therapieverfahren
intensiv beforscht. Durch die Innovation des genialen US-Amerikaners
Milton Erickson wurde das Zeitalter der orthodoxen klinischen Hypnose
beendet und die moderne Hypnosetechnik eingeführt.
Bei
der modernen Hypnose-Therapie hat der Patient jederzeit die moralische
Kontrolle. Es ist ein Zustand der fokussierten Konzentration bei dem es
keinen Einfluss gegen den Willen des Patienten gibt.
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1. Hypnose - Therapie Geschichte
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Der Begriff "HYPNOSE" stammt aus dem Griechischen und bedeutet vereinfacht gesagt "Schlaf".
Hypnose- eine Geschichte so alt wie die Welt.
Seit Menschengedenken wird Hypnose in ganzheitlichen Konzepten in allen Kulturen zu Heilzwecken für Körper und Seele eingesetzt. Hypnose-Therapie verbindet dieses alte Wissen mit neuesten Konzepten aus den Bereichen der Psychologie und der Medizin.
In den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft das Therapieverfahren intensiv beforscht. Durch die Innovation des genialen US-Amerikaners Milton Erickson wurde das Zeitalter der orthodoxen klinischen Hypnose beendet und die moderne Hypnosetechnik eingeführt.
Bei der modernen Hypnose-Therapie hat der Patient jederzeit die moralische Kontrolle. Es ist ein Zustand der fokussierten Konzentration bei dem es keinen Einfluss gegen den Willen des Patienten gibt.
Auch das ist inzwischen wissenschaftliches Allgemeingut geworden: nicht der Therapeut löst die Probleme, sondern der Therapeut bietet mit der Hypnose-Technik ein Werkzeug an um dem Klienten aus seinen Spannungsfeldern, Problemen oder körperlichen Erkrankungen herauszuhelfen. In gemeinsamen Arbeitssitzungen werden neue Perspektiven und Lösungen gefunden.
Hypnose-Therapie ermöglicht sicheren Zugang zu Ressourcen und lässt Lösungskonstrukte erkennbar werden, die nahe liegen und oft dennoch überraschend sind.
Hypnose-Therapie ändert auch Grenzen, deren Hintergrund längst vergangene Ereignisse bilden können.
Hypnose-Therapie weckt Neugierde, löst Suchprozesse aus und schafft Voraussetzungen, die deren Verwertung im Alltag möglich machen. Der Patient kann die Ergebnisse der eigenen kreativen Arbeit selbstbewusst für sich in Anspruch nehmen. Das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen wächst so stetig.
Trance - Innere Wahrnehmung
Ist man üblicherweise im Alltag mit seinen Sinnen und seiner Wahrnehmung nach außen orientiert, nutzt die Hypnose einen Zustand, den man als einen nach innen gerichteten, bezeichnen kann. An die Stelle der Sinnesorgane wie Ohr, Auge oder Haut treten schwerpunktmäßig die Informationen der „inneren Wahrnehmung“: Gefühle, Vorstellungen, Erinnerungen, innere Bilder, Eindrücke. Ein solcher Zustand der Einkehr nach innen, bei dem die äußeren Eindrücke ohne große Bedeutung sind, wird auch als Trancezustand bezeichnet.
Nahezu alle Menschen – und ganz besonders Kinder – kennen einen solchen Zustand aus dem täglichen Erleben: Versunken im Spiel, fasziniert von einem Film, beim Genuss eines Weines, „ Dösen“ vor dem Einschlafen oder Tagträumerei können die jeweilige Aufmerksamkeit dergestalt in Anspruch nehmen, dass man alles sonst in der Umgebung vergisst. Auch das kann man als natürliche Trancezustände bezeichnen. Man begegnet in der Hypnose und in der Trance in diesem Sinne einem „guten alten Bekannten“ aus dem Alltag.
Bei aller Natürlichkeit im Erleben handelt es sich bei einer Hypnose oder einer hypnotischen Trance um einen ganz besonderen Zustand, der Körperfunktionen sehr positiv verändert und Wahrnehmungen oder Klarheit ermöglicht, die im „Wachbewusstsein“ so nicht möglich sind.
Gegen die Zustimmung des Patienten, gegen seine Wertvorstellungen und ohne die Zustimmung zur gemeinsamen Arbeit ist eine Hypnose nicht möglich.
Der Patient ist zu keinem Zeitpunkt der Hypnose ausgeliefert, hilflos oder handlungsunfähig. Die Hypnose kann jederzeit vom Patienten unterbrochen werden, und die Entscheidung, die „Vorschläge“ oder „Einladungen“ oder „Angebote“ des Therapeuten anzunehmen oder abzulehnen, bleibt immer und ausnahmslos in der Hand des Patienten.
In der Hypnose kann nur das geschehen was Sie auch im Wachbewusstsein zulassen würden!
Sie behalten immer die Kontrolle über sich!
Hypnose ist keine Narkose!
Mehr als 80 % aller Leiden sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen psychosomatisch bedingt.
Hypnose kann u.a. bei folgenden Symptomen erfolgreich angewandt werden:
A) Bei Krankheiten
z.B. Allergien, Bronchialasthma, Bluthochdruck, Colitis ulcerosa,
Diabetes mellitus, Depressionen, Ma-Da-Erkrankungen, manchen Lähmungen,
Hautkrankheiten, Herzstörungen, Kopfschmerz und Migräne, Krebs, Rheuma usw.
Störungen des Immunsystems und des Hormonsystems (Kinderwunsch, Wechseljahre), Schmerzzustände usw.
B) Süchte:
Rauchen, Essen, Spielen, Drogen, Alkohol, Medikamente usw.
C) Stress:
Burnout, Nervosität, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, usw.
E) Ängste:
Flugangst, Platzangst, Angst vor Spinnen, Alpträume, Zwangsneurosen, Waschzwänge, Ticks usw.
C) Leistungssteigerung:
• Steigerung der Leistung in der Schule, im Beruf und Sport
• Steigerung der Konzentration und Gedächtnisleistung
• Steigerung der Lernfähigkeit
• Steigerung des Selbstbewusstseins, eigener Kräfte und Talente]
• Selbstentfaltung in Partnerschaft und Beruf
D) Zahnheilkunde:
Zur Beseitigung der Angst, zur Schmerzlinderung und bei größeren Eingriffen wird die Hypnose zunehmend erfolgreich eingesetzt.
Resümee
Die Hypnose oder der hypnotische Trancezustand ist also ein natürlicher Zustand, der spontan im Alltag erlebbar ist.
Hypnose bezeichnet einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, ein Umschalten auf eine innere Wahrnehmung mit zahlreichen Zielen und der Vorstellungswelt des Patienten im Verbund mit seiner Bereitschaft, sich auf sein inneres Erleben einzulassen.
Im therapeutischen Kontext kann ein solcher Zustand nur mit der Zustimmung des Patienten hergestellt werden. Die hypnotische Trance stellt zunächst einen bestimmten Wahrnehmungszustand her. Um Suchprozesse auszulösen und Veränderungen einzuleiten, braucht es therapeutische Angebote.
Hypnose - Therapie:
nutzt die besonderen Möglichkeiten der hypnotischen Wahrnehmungen.
Hypnose stellt die Basis dar.
Aber erst die Hypnose-Therapie bewirkt gezielt und effektiv Veränderungen.
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2.Ablauf
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Hypnose
ermöglicht sicheren Zugang zu Ressourcen und lässt Lösungskonstrukte
erkennbar werden, die nahe liegen und oft dennoch überraschend sind.
Hypno-Therapie ändert auch Grenzen, deren Hintergrund längst vergangene
Ereignisse bilden können.
Die
moderne Hypno-Therapie ist eine sehr effektive und international
anerkannte Therapiemethode, die sowohl im Bereich psychischer und
psychosomatischer Erkrankungen als auch im Bereich der
Immunsystemstärkung erfolgreich eingesetzt werden kann.
Die Basis
für eine hypnotherapeutische Arbeit bildet die hypnotische Trance mit
allen Möglichkeiten der veränderten und erweiterten Wahrnehmung. Dabei
ist es für den Erfolg der Therapie ohne große Bedeutung, ob es sich um
oberflächliche oder tiefe Trancezustände handelt, die man zur
gemeinsamen Arbeit nutzen möchte.
Hypnose-Therapie
nach Milton H. Erickson geht von dem Grundgedanken aus, dass jeder
Mensch grundsätzlich in der Lage ist, seine Probleme selbst zu lösen.
Die Aufgabe des Therapeuten besteht deshalb in erster Linie darin, dem
Patienten jene Perspektiven und Hilfen anzubieten, die erforderlich
sind, um den Zugang zu den eigenen Lösungsmöglichkeiten zu finden und
diese dann im Alltag umzusetzen.
Diese Arbeit gestaltet sich dabei
nicht immer so einfach, wie es sich das mitunter vordergründig
darstellen mag. Denn jeder Mensch hat eine Vorgeschichte, verfügt über
Erfahrungen und Verhaltensweisen, die er im Laufe seines Lebens aus
bestimmten Gründen erworben hat, und an denen er aus manchen Gründen
festhalten möchte.
Der
vorbewusste Zustand einer Trance umgeht bei der Suche nach neuen
Perspektiven und Lösungen für Spannungsfelder oder Probleme die oft
engen und gewohnten Grenzen der bewussten Wahrnehmung und macht den
Blick frei für kreative und ungewohnte neue Wege. Sind Lösungswege und
neue Strukturen gefunden und errichtet, gilt es, die Umsetzung für den
Alltag zu gestalten.
Unabdingbar ist dabei Ihre Bereitschaft, den
Hauptteil der Arbeit auf diesem Wege zu leisten. Schließlich sind auch
die besten Wegweiser nur hilfreich, wenn man die Straße schließlich
geht.
Bei der hypnotherapeutischen Arbeit steht dabei immer der
Patient mit seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten im Vordergrund. So
werden die Therapiekonzepte immer an diese Muster angepasst und nicht
etwa umgekehrt.Hypno-Therapie ist immer und ausschließlich eine
personenbezogene und uneingeschränkte individuelle Therapie, deren
Schwerpunkt in der Suche nach Lösungen besteht, wobei die Grundursache
bearbeitet und aufgelöst wird.
Die
von Leslie LeCron, David B. Cheek und Milton H. Erickson initiierte
ideomotorische Arbeit nutzt die Körpersprache als Kommunikationssystem.
Mit einem raffiniert ausgeklügelten „Frage und Antwort Spiel“ lässt
sich diagnostisch und therapeutisch wertvolle Arbeit leisten. Der
Therapeut befragt dabei den Patienten nicht, um verbale Antwort zu
bekommen, sondern um Auskunft unter Umgehung kognitiver Leistungen über
unwillkürliche, spontan erfolgende Körperbewegungen zu erhalten. Diese
Antworten erfolgen über das differenzierte, autonome Antwortsystem der
so genannten Fingersignale (FS) oder Fingerzeichen (FZ)
Die
ideomotorische Bewegung an sich wird zwar suggestiv induziert, die
Antwort kommt aber alleine aus dem Patienten. Im Zentrum der
Aufmerksamkeit stehen der oft nicht direkt zugängliche, unbewusste
schöpferische Reichtum des Patienten und vor allem das Archiv der
Lebensgeschichte mit all seinen nützlichen Informationen. Damit wird
das hypnotherapeutische "Prinzip der Kooperation" mit der Prämisse, das
der Patient - außer bei sehr frühen und somit tiefen Störungen - die
Fundgrube für die Weiterentwicklung und Heilung in sich trägt, auf
höchster Ebene verwirklicht.
In der Hypnose kann allerdings nur geschehen was Sie auch im Wachbewusstsein zulassen würden!
Sie behalten immer die Kontrolle über sich!
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3. Ziel der Therapie
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Ziel
der Therapie ist die Lösung von seelischen Blockaden und der Zugang zu
einer selbstrelativen, verantwortlich gestalteten Lebensweise, die den
Umgang mit Problemen und Spannungsfeldern in angemessener Weise
ermöglicht. Die Überzeugungen, Wertmaßstäbe oder Grundmuster des
Patienten bilden dafür eine Basis.
In einer Hypno-Therapie
eingeleitete Veränderungen sind in der Regel von Bestand, weil sie
eigene Konstrukte des Patienten darstellen, passgenau zu eigenen
Glaubensmodellen sind und aus eigener Entscheidung getroffen worden
sind. Die Wahl trifft der Patient nach eigenem Werturteil und Anspruch.
Die Hypno-Therapie bietet neue Perspektiven und öffnet kreative Wege.
Deshalb und aus anderen Gründen lässt sich Hypno-Therapie nach:
Milton
H. Erickson, Virginia Satir, Richard Bandler, John Grinder, Tad James,
Bob Bodenhamer, Michael Hall, Wyatt Woodsmall, Robert Dilts, Steve de
Shazer, Anthony Robbins, Hans-Peter Zimmermann , auch als Coaching für
hohe Lebensqualität definieren.
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4. Strategie
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Hypno-Therapie
setzt dabei Strategien ein, die erst in der Trance möglich werden, die
deren Phänomene nutzen und damit in typischer Weise Veränderungen
einleiten. Einige Beispiele dafür sind:
Dissoziation:
Sich von außen sehen, aus einer Beobachtungssituation oder in Gedanken an einem anderen Ort sein.
Assoziation:
Mit
allen Sinnen ganz in ein Erlebnis oder einer Erinnerung sein. Auf diese
Art können bislang ungewohnte Inhalte miteinander verknüpft werden.
Regression:
Meint
in frühe Phasen des (Er-)Lebens zurück zu gehen, in die Kindheit etwa.
Häufig lassen sich dort dann Missverständnisse klären, die man seit
vielen Jahren mit sich herum trägt. Der erwachsene Mensch kann mit
seinem erworbenen Wissen auch dem Kind von damals Rat und Hilfe geben
und so die eigenen kindlichen Anteile versöhnen, beruhigen, besänftigen
oder ermuntern. Auf diese Art sind auch die Folgen sexuellen
Missbrauchs therapeutisch anzugehen.
Utilisation:
Nutzen aus
etwas ziehen. Alle Menschen sind in der Lage, auf Spannungsfelder
"kreativ" zu reagieren. So kann übermäßige Belastung Kopfschmerzen als
Signal auslösen. Was dann als Krankheit gedeutet wird, heißt unter
dieser Perspektive eigentlich: "Nimm Dich zurück, bleib gelassener,
senke den Maßstab ein wenig ab, dann machst Du es Dir leichter“.Man lernt, sich und die Signale und Botschaften zu verstehen und zu nutzen.
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5. Ergebnis
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Trance
ermöglicht es, aktuelle Probleme in einem völlig anderen Zeitrahmen in
der Vergangenheit oder Zukunft zu betrachten. Dann gelingen
Lösungsversuche ohne aktuellen Druck oft mit fast spielerischer
Gelassenheit. Den Möglichkeiten und Angeboten sind auf
hypnotherapeutischer Ebene kaum Grenzen gesetzt. Sie werden allein vom
Einfallsreichtum und der Kooperationsbereitschaft der am Kooperation
therapeutischen Geschehen beteiligten Personen bestimmt. Neben diesen
hypnosetypischen Elementen fließen bei Bedarf aus allen anderen
psychotherapeutischen Richtungen Ansätze mit ein: Verhaltenstherapie,
tiefenpsychologisch fundierte Ausrichtungen, analytische Anteile oder
psychoenergetische Konstrukte.
Und selbstverständlich ist auch die Hypnose-Therapie kein All-heil-therapeutikum, kein alleiniger Königsweg.
Aber
sie ist ein ungemein angenehmes, kreatives, wertschätzendes,
lösungsorientiertes, effektives und wirkstarkes Instrument gemeinsamer
psychotherapeutischer Arbeit, das der Vorstellung einer Partnerschaft
von Therapeut und Patient sehr nahe kommt.
Der Therapeut bringt
dabei sein Wissen und seine Erfahrung aus jahrzehntelanger Arbeit ein,
der Patient bringt seine Ressourcen, das Vertrauen und die
Entschlossenheit mit , die Angebote für sich optimal zu nutzen.
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6. Fragen die häufig gestellt werden
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„Ist jeder Mensch hypnotisierbar?"
Im
Prinzip ja, denn jeder Mensch kennt ohnehin Trancezustände aus seinem
täglichen Leben als "Tagträume", kurze Momente der Zuwendung nach
innen, oder als "Dämmerzustand" kurz vor dem Einschlafen. In diesem
Sinne gilt es also lediglich, in Zusammenarbeit mit dem Therapeuten
eine schon bekannte Fähigkeit zu nutzen: die innere Aufmerksamkeit zu
aktivieren.
"Werde ich mit Hypnose willenlos gemacht?"
Sicher
nicht. Diese Vorstellung von Hypnose ist zwar eine der bekanntesten,
dennoch entbehrt sie jeglicher Grundlage. Niemand wird gegen seinen
Willen oder seine eigenen Wertvorstellungen durch Hypnose zu
irgendetwas gezwungen werden können. Hypnose ist vielmehr wie eine
Anzahl von Einladungen zu verstehen, die jeder nach freier Entscheidung
annehmen oder ablehnen kann.
Straftaten jeder Art, die angeblich
"unter Hypnose" begangen werden, bieten eine gute Grundlage für einen
spannenden Psychothriller, entsprechen aber in keiner Weise der
Wirklichkeit.
„Werde ich mit Hypnose manipuliert?"
Nein,
bestimmt nicht. Sie können den beschriebenen Zustand der inneren
Aufmerksamkeit nutzen, um Ihre Spannungsfelder und Probleme leichter zu
lösen, um wieder Schlaf zu finden, oder um sich von einer Migräne
dauerhaft zu verabschieden. Auf diesem Wege sind die Therapeuten als
Wegweiser sicher von Bedeutung. Aber nur der Klient entscheidet,
welchen Wegweisern er folgen möchte, frei und eigenverantwortlich. Und
da mit Hypnose äußere Grenzen und Einengungen an Bedeutung verlieren,
gelingt es häufig besonders leicht, frei und klar Lösungen zu finden.
So
verstanden bewirkt Hypnose das genaue Gegenteil von Manipulation und
stärkt das Selbstwertgefühl und die Entscheidungsfähigkeit.
„Kann ich gegen meinen Willen hypnotisiert werden?"
Sicher
nicht. Hypnose bedeutet auch die Übereinkunft von Therapeut und Klient,
ein Stück gemeinsamer Arbeit zu leisten. Und Zusammenarbeit macht ohne
beidseitiges Einverständnis überhaupt keinen Sinn.
Deshalb benötigt der Therapeut in jedem Fall das Einverständnis und die Kooperation des Patienten.
"Werden bei Bühnen- und Showhypnosen nicht aber doch Menschen manipuliert?"
Ja,
aber mit deren Einverständnis. Es gibt viele Gründe dafür; warum manche
Menschen sich einem solchen Theater aussetzen:
Sich-nicht-blamieren-wollen, einmal-im-Mittelpunkt-stehen-wollen und
manche andere. Mit therapeutischer Arbeit hat das nichts zu tun.
Im
übrigen sind fast alle Phänomene, die auf der Bühne oder sonst gerne
als trancebedingt vorgeführt werden, auch ohne Hypnose genauso gut
möglich: Über-das- Feuer-Laufen, Über-Splitter-laufen,
Zwischen-zwei-Stühlen-liegen; das ist wissenschaftlich bewiesen.
Gleichwohl
birgt die Bühnenhypnose zahlreiche Gefahren, weil der "Hypnotiseur"
seine "Opfer" nicht kennt und in keiner Weise auf Ängste oder andere
Empfindungen eingehen kann. Im Anschluss an Showhypnosen sind deshalb
Benommenheit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder eben Ängste bekannt
geworden. In zahlreichen Ländern wie Schweden oder Österreich sind
deshalb Showhypnosen zu Recht gesetzlich verboten.
„Muss ich mich denn überhaupt aus irgendeinem Grund vor Hypnose fürchten?"
Um
ganz ehrlich zu sein: es ist auch nach längerer Überlegung und
umfangreichem Literaturstudium kein solcher Grund gefunden worden.
"Gibt es Grenzen, Bereiche in meinem Leben, in denen Hypnose nicht einsetzbar ist?"
Im Prinzip nicht.
Es
ist allerdings, wie mehrfach erwähnt, immer und ausnahmslos der Klient,
der die eigenen Grenzen für die Hypnose bestimmt. Eine wie auch immer
geartete "Grenzüberschreitung" gegen Ihren Willen ist nicht möglich.
"Bin ich während der Hypnose Gefahren ausgesetzt?"
Grundsätzlich nicht.
Im
Rahmen therapeutischer Arbeit und der Auseinandersetzung mit
Spannungsfeldern kann es mitunter zu intensiven Empfindungen kommen,
wie im Wachbewusstsein übrigens auch. Der Therapeut wird Ihnen immer
helfen, diese Empfindungen zu verarbeiten.
Körperlich bestehen
ebenfalls keinerlei Gefahren, ganz im Gegenteil: während der Hypnose
sinken Pulsschlag und Blutdruck, die Atemfrequenz nimmt ab, die
Immunstärke nimmt zu, die Konzentration der Stresshormone im Blut
fällt.
"Löst Hypnose alle meine Probleme sozusagen im Schlaf?"
Eher
nicht. Auch wenn das Wort "hypnos" im Griechischen "Schlaf“ bedeutet,
liegt hier ein Missverständnis vor. Grundsätzlich bedeutet Hypnose
gerade alles andere als Schlaf: farbiges inneres Erleben, nahezu
unbegrenzte Kreativität, neue Perspektiven; aber auch: Ruhe und
Geborgenheit, Harmonie und Frieden.
Der hypnotische Zustand eignet
sich ganz besonders dazu, Problemfelder zu lösen, Spannungsfelder und
Ängste in einem anderen Licht zu betrachten und Lösungen zu finden.
Aber
immer ist das dann ein Ergebnis von "innerer" und äußerer Arbeit und
abhängig von der Entscheidung des Klienten. Therapeuten leiten an,
weisen Wege und bieten Hilfe und ein Stück Gemeinsamkeit an, aber
niemand ist in der Lage, mit Hypnose oder sonst wie die Probleme eines
anderen zu lösen.
"Erlebe, spüre, erkenne ich in Hypnose die
Dinge, wie sie wirklich sind, oder ist das alles vielleicht nur
Einbildung ohne Bezug zur Wirklichkeit?"
Alles,
was Sie erleben, denken, fühlen oder empfinden ist Teil Ihrer
Wirklichkeit, gleichgültig ob mit dem Wachbewusstsein oder mit Hypnose.
Für die therapeutische Anwendung von Hypnose ist diese Frage ohnehin
ohne jeglichen Belang. Bei dem kriminalistischen Einsatz dieser Methode
kann die Frage allerdings von erheblicher Bedeutung bei der Aufklärung
von Straftaten werden. Für diesen Bereich ist eine zuverlässige Aussage
noch nicht endgültig möglich.
"Ist das, was ich in Hypnose ändere, tatsächlich von Dauer?"
Moderne
Hypno-Therapie zielt in besonderer Weise darauf ab, unerwünschte
Verhaltensmuster zu ändern und bezieht ausdrücklich die Umgebung des
Alltags mit ein. Deshalb haben die Veränderungen, die Sie vornehmen,
Bestand. Hinzu kommt, dass Sie selbst die Entscheidungen für
Veränderungen treffen, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen.
Auch deshalb sind sie so lange von Dauer; bis Sie neu entscheiden.
"Woran kann ich mich nach der Hypnose erinnern?"
Grundsätzlich
an alles, an das Sie sich erinnern wollen, Grundsätzlich ist es
möglich, in Zusammenarbeit mit dem Therapeuten aus sinnvollen Gründen
manche Dinge nicht ins Wachbewusstsein zu übernehmen.
"Werde ich durch die Hypnose abhängig von meinem Therapeuten?"
Nein.
Im Rahmen jeder psychotherapeutischen Maßnahme kommt es zu einer
intensiven Beziehung zwischen Klient und Therapeut, sonst wäre eine
gemeinsame Arbeit gar nicht möglich. Hypno-Therapie macht da keine
Ausnahme.
Jeder
erfahrene Therapeut weiß um diese wechselseitige Beziehung und wird
sorgfältig darauf achten, dass der therapeutische Rahmen genutzt und
die erforderlichen Grenzen zuverlässig eingehalten werden.
"Werde ich durch Hypnose empfänglicher für andere Arten von Suggestionen wie bei Showhypnosen oder in der Werbung?"
Nein, sicher nicht, es sei denn, Sie legen Wert darauf.
"Kann ich mich auch selbst hypnotisieren?"
Ja, das ist möglich und für viele Patienten im häuslichen Bereich auch durchaus sinnvoll.
Die Technik für eine wünschenswerte Selbsthypnose wird der Therapeut vermitteln.
"Was ist denn nun eigentlich das wirklich Besondere an Hypnose?"
In
Hypnose gelingt es, die Dinge "auf den Punkt" zu bringen, frei von den
Grenzen und Einengungen des Wachbewusstseins kann man die eigene
Kreativität unbegrenzt nutzen. Das schafft Raum für gänzlich neue
Perspektiven, weist Wege, die herausführen und bietet andere
Möglichkeiten. In diesem Sinne und auch sonst ist Hypnose wirklich
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